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Alle Forschungsgebiete hessischer Hochschulen sollen von dem Anschubfonds, von der Förderung der Antragstellung durch HESSEN HORIZON profitieren können. Die EU setzt im neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation ?Horizont Europa? nicht zuletzt einen besonderen Fokus auf nachhaltiges und ökologisches Wachstum, Klimaschutz und Digitalisierung, Gesundheits- und Pandemieforschung. Diese prioritären Themen der Europäischen Kommission entsprechen wichtigen Forschungsschwerpunkten in Hessen und können dahermit dem Anschubfonds HESSEN HORIZON besonders vielversprechend adressiert werden. Auch weitere Themenprioritäten der Europäischen Union, die sich v.a. aus Ausschreibungen der zweiten und dritten Säule des Forschungsrahmenprogramms sowie des Europäischen Forschungsrates (ERC) ergeben, bieten wichtige Chancen für die hessische Forschung, EU-Förderungen zu akquirieren.
HESSEN HORIZON soll Hochschulen bei der Antragsstellung für EU -Fördermittel unterstützen, um hessische Forschungsprojekte auf europäischer Ebene voranzubringen. Der Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft, der in ?Horizont Europa? weiter gestärkt wird, ist für Hessen von großer Bedeutung, da damit ein Beitrag zu regionaler Beschäftigung und Innovationsowie zur Stärkung des Arbeitsmarkts geleistet wird, besonders in Hinblick auf zukunftsorientierte Unternehmen und Innovationen. Die Rahmenbedingungen für Ausgründungen und Transfermaßnahmen an Hochschulen, Kommerzialisierung von Innovationen sowie Patentierungen/IPR werden durch HESSEN HORIZON gestärkt, da auch Kooperationen der geförderten Akteure mit Unternehmen anzustreben sind, gerade auch mit Blick auf die dritte Säule des EU -Forschungsrahmenprogramms.
Der Aufbau und die Stärkung von Unterstützungsstrukturen für EU -Forschungs- und Innovationsprojekte soll an den Hochschulen dezentral mit hoher Eigenverantwortlichkeit umgesetzt werden. Nach den jeweiligen Bedarfen und den individuellen Erfahrungen schlägt jede Hochschule ein maßgeschneidertes EU -Forschungskonzept vor, das mithilfe des Anschubfonds entwickelt und umgesetzt wird. Die EU -Forschungsreferate der Hochschulen haben angesichts der hohen Komplexität rechtlicher Rahmenbedingungen bei der Antragstellung und der Vielfalt der Arbeitsprogramme und hierauf beruhender Ausschreibungen eine wichtige Rolle inne und werden in die Strukturen jeder Hochschule sinnvoll eingebunden und unterstützt.
Um die hohen Potenziale hin zur stärkeren EU -Förderung voll auszuschöpfen, möchte das HMWK den Wissensaustausch zwischen den Hochschulen und mit dem HMWK fördern. Das HMWK richtet daher Strategiedialoge zum Thema EU -Förderung für die Hochschulen aus. Diese sind auch die zentrale Grundlage für die Antragstellung und die weitere Verwendung der Mittel des Anschubfonds für konzeptionelle Maßnahmen an den Hochschulen. Die Leitungen der Hochschulen werden gemeinsam mit den dortigen EU -Forschungsreferentinnen und -referenten eingeladen.
Intendiert werden hierdurch die Stärkung der Kapazitäten der hessischen Wissenschaft für europäische Projekte, der Austausch von Erfahrungen und bewährter Praktiken sowie die Qualitätssicherung der hochschulinternen Maßnahmen. Der Wissensaustausch zwischen den Hochschulen zu den Förderkonzepten im Sinne eines ?Peer Review? wird als wichtige Maßnahme betrachtet.
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